Daniel Sparre im Interview | Adler Kids Mannheim


Daniel Sparre im Interview

Als frischgebackener Deutscher Meister wechselte Daniel Sparre aus München nach Mannheim. Der 31-Jährige geht in sein achtes Jahr in Deutschland und hat sich für seine Zeit mit den Adlern einiges vorgenommen. Wir haben mit ihm über seine Ziele, seine deutschen Wurzeln und die Mannheimer Fans gesprochen.

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Daniel, herzlich willkommen in Mannheim! Wo erwischen wir dich denn gerade?

Ich bin gerade in der Heimat, in Burlington in Kanada. Das liegt knapp 30 Kilometer westlich von Toronto. Meine Frau und ich genießen hier das tolle Wetter und bereiten uns auf die Geburt unseres ersten Kindes vor. Am 2. Juli soll es soweit sein, ich bin ziemlich nervös und es wird jeden Tag schlimmer (lacht).

Was hast du dir für die kommende Saison vorgenommen?

Persönliche Ziele habe ich mir nicht gesetzt, zumindest was Tore oder Assists angeht. Ich will mich als Spieler weiterentwickeln und dazulernen, in jedem Spiel und in jeder Saison. Wichtiger sind die Ziele, die man sich als Mannschaft setzt. Mich treibt die Möglichkeit an, nochmal um die Meisterschaft mitzuspielen. Das ist auch der Hauptgrund, warum ich unbedingt nach Mannheim wollte. Ich bin überglücklich, dass es geklappt hat.

Die Adler sind dein fünfter Club in der DEL. Wie hast du Spiele hier in Mannheim bisher erlebt?

Es war immer aufregend. Leider war ich bei Spielen in der SAP Arena viel zu häufig in dem Team, das verloren hat. Das ändert sich jetzt hoffentlich (lacht). Hier zu spielen war immer schwer und ich bin froh, die Arena und die Mannheimer Fans künftig im Rücken zu haben, statt gegen sie zu spielen. Auf diese Erfahrung freue ich mich wahnsinnig.

Dein jüngerer Bruder Kris spielt für die Löwen Frankfurt in der DEL2. War die räumliche Nähe zu ihm auch ein Faktor für deinen Wechsel nach Mannheim?

Das hat auch eine Rolle gespielt, ja. Wenn unsere Familie jetzt nach Deutschland kommt, muss sie nicht mehr so viel Zeit im Auto verbringen, um uns beide zu sehen. Aber auch für ihn und mich wird es natürlich leichter, bei der kurzen Entfernung können wir uns häufiger treffen.

Du besitzt neben der kanadischen auch die deutsche Staatsbürgerschaft. Wo liegen denn deine deutschen Wurzeln?

Mein Großvater väterlicherseits stammt aus Stuttgart, mit ungefähr 20 Jahren ist er dann nach Kanada ausgewandert. Er besaß allerdings noch keine kanadische Staatsbürgerschaft, als mein Vater auf die Welt kam. Cousins meines Großvaters wohnen noch immer in der Nähe von Stuttgart, meine Frau und ich haben sie bereits besucht.

In München hast du erst mit der Rückennummer 13 gespielt, zuletzt mit der 40. Welche Geschichte steckt hinter diesem Tausch?

Die 13 hat mich tatsächlich viele Jahre lang begleitet, auch in meinem ersten Jahr in München. Dann kam Michael Wolf aus Iserlohn und es hat sich einfach richtig angefühlt, ihm die 13 zu überlassen. Michi war Kapitän der Nationalmannschaft und blickt auf eine große Karriere in Deutschland zurück. Da wollte ich ihm einfach „seine“ Nummer geben.